, Zeugenbericht

Lulzim Kadriu

1.   Warum engagierst Du dich für TESORO?
Ich engagiere mich, damit die in der Schweiz angekommenen Emigranten-Eltern gehört und geschätzt werden in Bezug zum Unrecht, das sie erleben mussten.

2.   Welche persönlichen Erfahrungen verbindest Du mit den Anliegen von TESORO?
Ich dachte lange, ich sei nicht direkt betroffen, erst die Vereinsarbeit von TESORO hat meine Erinnerung wachgerüttelt. Ich bin in Pristina aufgewachsen nur mit meiner Mutter, während mein Vater jahrelang weit weg von uns arbeitete – in der Schweiz. Und so waren wir, er von uns und wir von ihm, getrennt. Zu Hause übernahm ich die Verantwortung des Vaters für meine Geschwister. Meine Mutter war häufig krank, somit kümmerte ich mich auch teilweise um unseren Haushalt. Er kam nur einmal im Jahr nach Hause, wir waren unglaublich glücklich in diesen 10 Tagen.

3.   Was wünschst Du dir für die zukünftigen Generationen? 
Ich möchte durch die Aktionen und den Einfluss vom Verein TESORO die Behörden sensibilisieren, damit das Geschehen der Vergangenheit nicht mehr vorkommt. Die Familien von kommenden Migranten sollten Anspruch auf das nationale und internationale Familienrecht haben und nicht das Gegenteil, nämlich diskriminiert werden.